Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt

Sperrung der Schleuse Rothensee zur Bauwerksprüfung und für Instandsetzungsarbeiten–Ausheben des Obertores

Ausgabejahr 2019
Datum 22.03.2019

Im Rahmen der planmäßigen Sperrung der Schleuse Rothensee, durch das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Magdeburg, wird am 25.03.2019 voraussichtlich zwischen 9:00 und 10:00 Uhr das Obertor ausgehoben. Das Schleusentor wiegt 40 Tonnen und muss mit einem 300-Tonnen-Kran aus der Schleusenkammer gehoben werden.

Es wird im Anschluss mit einem Tieflader zur Instandsetzung in die Werkhalle des Auftragnehmers nach Genthin transportiert. Mit dem Aufbau des Kranes wird bereits am Wochenende begonnen. Interessierte Zuschauer können von der Westseite der Schleuse oder von der Aussichtsplattform am Unterhaupt das Geschehen vor Ort verfolgen.

Die Schleuse Rothensee ist seit dem 05.03.2019 bis zum 31.05.2019 zur Bauwerksprüfung und Instandsetzung gesperrt, um die Schleuse langfristig in einem betriebssicheren Zustand zu erhalten und unplanmäßige Ausfälle zu vermeiden. Für die Sperre wurde bewusst die Jahreszeit gewählt, in der die Elbe erfahrungsgemäß genügend Wasser führt und somit der Schifffahrt eine Ausweichmöglichkeit über die Schleusen Hohenwarthe und Niegripp sowie die Elbe zum Hafen Magdeburg angeboten werden kann. Der Bund investiert mit dieser Maßnahme rund 800 Tausend Euro in den Erhalt der Wasserstraßeninfrastruktur

Hintergrundinformationen:

Die Schleuse Rothensee befindet sich bei km 0,651 im Rothenseer Verbindungskanal (Verbindungskanal zur Elbe). Die Sparschleuse Rothensee wurde im Auftrag des Wasserstraßenneubauamtes Magdeburg als Bestandteil des Wasserstraßenkreuz Magdeburg erbaut und 2001 eröffnet. Die Schleuse ist als Sparschleuse mit drei Sparbecken ausgeführt, die Wasserersparnis beträgt bei einer Schleusung ca. 60%.Die Schleusenkammer verfügt über eine Nutzlänge von 190m bei einer Kammerbreite von 12,50m. Die Fallhöhe beträgt in Abhängigkeit der Wasserstände im Rothenseer Verbindungskanal zwischen 10,45m und 18,46m. Das Obertor ist als ein Zugsegmentdrehtor mit einem Bauteilgewicht von ca. 40 t und einer Bauwerkshöhe von ca. 5,0 m ausgeführt. Ein seitlich angeordneter Hydraulikzylinderüberträgt das Antriebsdrehmoment über ein Torsionsrohr auf den Torkörper. Das Untertor in Rothensee ist als Stemmtor mit einer Bauhöhe von ca. 22 m und einem Gesamtgewicht von rund 110 t je Torflügel ausgeführt. Es wird über Hydraulikzylinder angetrieben. Die Füllung und Leerung der Schleusenkammer erfolgt über ein Grundlaufsystem, welches durch Öffnen und Verschließen der Längskanäle und Sparbecken mittels Verschlüsse in Rollschützbauweise erfolgt.